Auf Wiesen

Viele legen Kräuterwiesen mit einer großen Zahl von Wildkräutern an. Saatgut hierzu kann man inzwischen in reichlicher Auswahl sogar in den Baumärkten kaufen.

Dabei kann man Mischungen für Schmetterlinge oder Bienen kaufen, solche für Hasen und andere kleine Tiere. Margeriten sind beliebt und der Anblick lässt einem das Herz aufgehen. Es gibt Anbieter, die auch auf regionale Arten und Besonderheiten wertlegen. Und wenn man die Wiesen dann blühen und fruchten lässt, hat man für viele Tiere ein Zuhause geschaffen.

Wird dann gemäht, verschwindet dieses Zuhause natürlich wieder und die ganzen kleinen Bewohner brauchen dringend einen Platz, zu dem sie sich zurückziehen können. Deshalb wird so eine Wiese klugerweise in zwei Zügen gemäht: Man mäht erst die eine Seite ab und die Andere lässt man für die Tiere stehen. Erst wenn der gemähte Teil wieder hochsteht, kommt die andere Seite dran. Denn dann ziehen unsere kleinen Freunde wieder um.

So etwas kann man auch in der Landwirtschaft tun. Ein kleiner Streifen der Wiese auf der einen Seite wird erst beim nächsten Mal wieder mitgemäht, wenn auf der anderen Seite etwas stehen bleiben darf. Da braucht es nicht viel für einen gesunden Bestand heimischer Beikräuter, die dann so ganz nebenbei die Tierarztkosten im Stall niedrig halten.

Einen solchen ungemähten Wiesenstreifen lässt man dann auch über den Winter stehen: Das sieht aus wie eine kleine Insel in der Landschaft und ist selbst braun, eher hübsch wie ein Trockenstrauß in der Vase. Und es ist wirklich eine Insel für all die vielen kleinen Bewohner, die sich dorthin zurückgezogen haben. Hohle Stängel bieten Überwinterungsplätze und zum Winterende findet man dort Nistmaterial, das für eine Wiederbesiedelung der Fläche doch so dringend gebraucht wird.