Satzung

MY BOTANIC GARDEN

§ 1 (Name und Sitz)

  1. Der Verein führt den Namen My Botanic Garden.

  2. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden und trägt dann den Zusatz “e.V.”

  3. Der Sitz des Vereins ist Gramming 13a, D-94113 Tiefenbach-Gramming.

§ 2 (Geschäftsjahr)

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 3 (Zweck des Vereins)

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts “Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung.

  2. Zweck des Vereins ist die Förderung und/oder Durchführung von Maßnahmen, die der Herstellung und Sicherung einer hohen und gesunden Biodiversität dienen; insbesondere solche Maßnahmen, die unter anderem auch der (Wieder-)Herstellung, Erhaltung, Reparatur und/oder Darstellung von Nahrungsketten dienen. Zu den Aufgaben solcher Darstellung gehört dabei besonders, Prozesse die für eine hohe Biodiversität erforderlich sind einer breiten Öffentlichkeit erfahrbar, verständlich und zugänglich zu machen.

  3. Den Satzungszweck erfüllen besonders auch Förderung von/und/oder Errichtung und/oder Betrieb botanischer Gartenanlagen bzw. die Förderung von/und/oder Errichtung und/oder Betrieb solcher Anlagen bei Mitgliedern und Nichtmitgliedern, die dem Erhalt, der (Wieder-)Herstellung, Reparatur und/oder Darstellung einer hohen und gesunden Biodiversität dienen, besonders wenn sie dabei (Wieder-)Herstellung, Erhalt, Reparatur und/oder Darstellung von Nahrungsketten in Landschaft und Natur zum Ziel haben.

  4. Durchgeführte oder geförderte Maßnahmen werden grundsätzlich von den jeweiligen Maßnahmen-Betreibern eigenverantwortlich geführt und legen der Versammlung der Anlagenleiter jährlich einen Rechenschaftsbericht vor. So führen botanische Gartenanlagen gewöhnlich auch einen Index Seminum, der angibt, welche Pflanzensamen im Garten vorkommen und machen diese nach Möglichkeit für andere Maßnahmen zur Förderung einer hohen und gesunden Biodiversität zugänglich. Daneben werden die botanischen Gartenanlagen Anschauungsmaterial enthalten, für das – auch informelle – Studium der Botanik, besonders von Nahrungsketten und anderen Prozessen, die eine hohe Biodiversität befördern.

§ 4 (Selbstlose Tätigkeit)

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

§ 5 (Mittelverwendung)

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

§ 6 (Verbot von Begünstigungen)

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 7 (Erwerb der Mitgliedschaft)

  1. Vereinsmitglieder können natürliche Personen oder juristische Personen werden.

  2. Der Aufnahmeantrag ist mit Ausnahme der Gründungsmitglieder schriftlich zu stellen; für diese ist die einmalige Unterschrift unter der Satzung ausreichend.

  3. Über den Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand.

  4. Gegen die Ablehnung, die keiner Begründung bedarf, steht dem/der Bewerber/in die Berufung an die Mitgliederversammlung zu, welche dann endgültig entscheidet.

§ 8 (Beendigung der Mitgliedschaft)

  1. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss, Tod oder Auflösung der juristischen Person.

  2. Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem vertretungsberechtigten Vorstandsmitglied. Die schriftliche Austrittserklärung muss mit einer Frist von einem Monat jeweils zum Ende des Geschäftsjahres gegenüber dem Vorstand erklärt werden.

  3. Ein Ausschluss kann nur aus wichtigem Grund erfolgen. Wichtige Gründe sind insbesondere ein die Vereinsziele schädigendes Verhalten, die Verletzung satzungsmäßiger Pflichten oder Beitragsrückstände von mindestens einem Jahr. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Gegen den Ausschluss steht dem Mitglied die Berufung an die Mitgliederversammlung zu, die schriftlich binnen eines Monats an den Vorstand zu richten ist. Die Mitgliederversammlung entscheidet im Rahmen des Vereins endgültig.

  4. Dem Mitglied bleibt die Überprüfung der Maßnahme durch Anrufung der ordentlichen Gerichte vorbehalten. Die Anrufung eines ordentlichen Gerichts hat aufschiebende Wirkung bis zur Rechtskraft der gerichtlichen Entscheidung, die Mitgliedschaft ruht bis zur Rechtskraft des Urteils.

§ 9 (Beiträge)

Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben. Die Höhe der Beiträge und deren Fälligkeit werden über eine gesonderte Beitragsordnung festgelegt.

§ 10 (Organe des Vereins)

Organe des Vereins sind

  1. die Versammlung der Anlagenleiter

  2. die Mitgliederversammlung

  3. der Vorstand.

§ 11 (Versammlung der Anlagenleiter)

  1. Die Versammlung der Anlagenleiter ist das oberste Vereinsorgan. Zu ihren Aufgaben gehören insbesondere der Vorschlag zur Wahl des Vorstands, Entgegennahme der Berichte des Vorstandes, Beschlussfassung über Förderung und/oder Durchführung von Maßnahmen entsprechend §3 (Vereinszweck), Entgegennahme und Prüfung der jährlichen Rechenschaftsberichte der Maßnahmen-Betreiber, Erlaß von Ordnungen.

  2. Anlagenleiter sind solche Mitglieder des Vereines, die mindestens eine durch den Verein betriebene, errichtete oder sonstwie geförderte Anlage und/oder sonstige beschlossene Maßnahme nach §3 (Vereinszweck) dieser Satzung verantwortlich leiten.

  3. Stimmberechtigter Anlagenleiter in der Versammlung der Anlagenleiter kann nur sein, wer als Vertreter der geförderten Maßnahme in Rechtsgeschäften gegenüber „My Botanic Garden“ rechtsgültig benannt wurde.

  4. Im erstem und dritten Quartal eines jeden Geschäftsjahres findet eine ordentliche Versammlung der Anlagenleiter vor den hauptsächlichen Saat- und Pflanzterminen statt, im ersten Quartal zeitlich vor der Mitgliederversammlung.

  5. Der Vorstand ist zur Einberufung einer außerordentlichen Versammlung der Anlagenleiter verpflichtet, wenn mindestens ein Drittel der Anlagenleiter dies schriftlich unter Angabe von Gründen verlangt.

  6. Die Versammlung der Anlagenleiter wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von 14 Tagen schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt als den Mitgliedern zugegangen, wenn es an die letzte dem Verein bekannt gegebene Anschrift gerichtet war.

  7. Die Tagesordnung ist zu ergänzen, wenn dies ein Anlagenleiter bis spätestens eine Woche vor dem angesetzten Termin schriftlich beantragt. Die Ergänzung ist zu Beginn der Versammlung bekanntzumachen.

  8. Die Versammlung der Anlagenleiter ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.

  9. Die Versammlung der Anlagenleiter wird von einem Vorstandsmitglied geleitet.

  10. Zu Beginn der Versammlung ist ein Schriftführer zu wählen.

  11. Der Versammlungsleiter und jeder Anlagenleiter haben je eine Stimme. Das Stimmrecht kann nur persönlich oder für einen Anlagenleiter unter Vorlage einer schriftlichen Vollmacht ausgeübt werden.

  12. Die Versammlung der Anlagenleiter kann nur Beschlüsse über solche Maßnahmen fassen, denen die anwesenden verantwortlichen Betreiber dieser Maßnahmen zustimmen oder denen für diese rechtsgültig benannte Anlagenleiter ihre Zustimmung erteilen. Dieser Passus kann nicht geändert werden.

  13. Förderung von Maßnahmen setzen den ausschließlichen Einsatz jeglicher Fördermittel für den entsprechend Beschluss geförderten Zweck nach §3 (Vereinszweck) voraus und wird bei Bereitstellung von Geldmitteln gewöhnlich vertraglich zwischen den Vertragspartnern „My Botanic Garden e.V.“ und dem jeweiligen Verantwortlichen der geförderten Maßnahme geregelt.

  14. Bei Abstimmungen entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

  15. Satzungsänderungen werden im Zweikammerprinzip zusammen mit der Mitgliederversammlung beschlossen. In beiden Versammlungen ist eine Mehrheit von 2/3 der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder notwendig.

  16. Die Auflösung des Vereines wird im Zweikammerprinzip zusammen mit der Mitgliederversammlung beschlossen. In der Versammlung der Anlagenleiter ist Einstimmigkeit aller Mitglieder erforderlich.

  17. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen bleiben außer Betracht.

  18. Über die Beschlüsse der Versammlung der Anlagenleiter ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Versammlungsleiter und dem Schriftführer zu unterzeichnen ist. Die Protokolle müssen innerhalb von einem Monat allen Mitgliedern zugänglich gemacht werden.

§ 12 (Mitgliederversammlung)

  1. Zu den Aufgaben der Mitgliederversammlung gehören insbesondere die Wahl und Abwahl des Vorstands, Entlastung des Vorstands, Entgegennahme der Berichte des Vorstandes, Wahl der Kassenprüfern/innen, Entscheidung über Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern in Berufungsfällen sowie weitere Aufgaben, soweit sich diese aus der Satzung oder nach dem Gesetz ergeben.

  2. Im erstem Quartal eines jeden Geschäftsjahres findet eine ordentliche Mitgliederversammlung statt.

  3. Der Vorstand ist zur Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung verpflichtet, wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder dies schriftlich unter Angabe von Gründen verlangt.

  4. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von einem Monat schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt als den Mitgliedern zugegangen, wenn es an die letzte dem Verein bekannt gegebene Anschrift gerichtet war.

  5. Die Tagesordnung ist zu ergänzen, wenn dies ein Anlagenleiter bis spätestens eine Woche vor dem angesetzten Termin schriftlich beantragt. Die Ergänzung ist zu Beginn der Versammlung bekanntzumachen.

  6. Anträge über die Abwahl des Vorstands, über die Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins, die den Mitgliedern nicht bereits mit der Einladung zur Mitgliederversammlung zugegangen sind, können erst auf der nächsten Mitgliederversammlung beschlossen werden.

  7. Satzungsänderungen werden im Zweikammerprinzip zusammen mit der Versammlung der Anlagenleiter beschlossen. In beiden Versammlungen ist die Mehrheit von 2/3 der anwesenden Mitglieder notwendig.

  8. Die Auflösung des Vereines wird im Zweikammerprinzip zusammen mit der Versammlung der Anlagenleiter beschlossen. In der Mitgliederversammlung ist eine Mehrheit von 2/3 der abgegebenen Stimmen erforderlich.

  9. Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.

  10. Die Mitgliederversammlung wird von einem Vorstandsmitglied geleitet.

  11. Zu Beginn der Mitgliederversammlung ist ein Schriftführer zu wählen.

  12. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Das Stimmrecht kann nur persönlich oder für ein Mitglied unter Vorlage einer schriftlichen Vollmacht ausgeübt werden.

  13. Bei Abstimmungen entscheidet die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

  14. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen bleiben außer Betracht.

  15. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Versammlungsleiter und dem Schriftführer zu unterzeichnen ist. Die Protokolle müssen innerhalb von einem Monat allen Mitgliedern zugänglich gemacht werden.

§ 13 (Vorstand)

  1. Der Vorstand im Sinn des § 26 BGB besteht mindestens aus dem/der 1. Vorsitzenden und dem/der 2. (auch stellvertretenden) Vorsitzenden und dem/der Kassierer/in. Sie vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Zwei Vorstandsmitglieder vertreten gemeinsam.

  2. Weitere Mitglieder des Vorstandes können bis zu zwei Beisitzer sein, die den Vorstand bei der Durchführung der beschlossenen Maßnahmen unterstützen.

  3. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von mindestens drei Jahren gewählt.

  4. Vorstandsmitglieder können nur Mitglieder des Vereins werden, 1. Vorsitzender muß stimmberechtigtes Mitglied der Versammlung der Anlagenleiter sein, wird der Betrieb der geförderten Maßnahme aufgegeben, oder endet die verantwortliche Leitung der geförderten Maßnahme, endet automatisch der Vorsitz nach Ablauf von zwei Monaten.

  5. Wiederwahl ist zulässig.

  6. Der Vorstand bleibt solange im Amt, bis ein neuer Vorstand gewählt ist, sofern Absatz 3 keine Anwendung findet.

  7. Bei Beendigung der Mitgliedschaft im Verein endet auch das Amt als Vorstand.

§ 14 (Kassenprüfung)

  1. Die Mitgliederversammlung wählt für die Dauer von zwei Jahren eine/n Kassenprüfer/in.

  2. Diese/r darf nicht Mitglied des Vorstands sein.

  3. Wiederwahl ist zulässig.

§ 15 (Auflösung des Vereins)

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins, oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den botanischen Garten der Universität Jena, Fürstengraben 26, D-07743 Jena, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat; oder an einen anderen botanischen Garten zwecks Verwendung für die Förderung einer gesunden Biodiversität.

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