Rezepte

Was uns schmeckt, schmeckt auch Tieren. Und das ist eine gute Motivation, auch für Tiere nützliche Pflanzen im Garten zu haben. Wir sammeln und testen deshalb Rezepte mit Gartenpflanzen, die unsere tierischen Freunde mögen.

Wie immer gilt: Nur Pflanzen in der Küche verwenden, die man sicher kennt!





Wiesendudler

vegan, glutenfrei, laktosefrei

Zutaten:

  • Blätter oder Blüten von Giersch (Aegopodium podagraria)
  • nach Geschmack und Verfügbarkeit: Hollerblüten, Minze, Himbeerblätter, Zitronenverbene
  • Apfelsaft

Zubereitung:

Blätter oder Blüten in Apfelsaft legen und eine Nacht stehen lassen. Am nächsten Morgen abseihen und die Blätter und Blüten möglichst gut auspressen. Nach Geschmack mit Wasser verdünnen.

(Rezept von Sonja Schönbrunner)

 

Pflaumenketchup

vegan, glutenfrei, laktosefrei

Zutaten:

  • 1 kg Kirschpflaumen („Kriachl“, Prunus cerasifera); ersatzweise andere Pflaumen
  • 1 kg Zwiebeln
  • 100 g Zucker
  • 1 großer Bund Majoran
  • 1 großer Bund Oregano
  • Öl zum Anbraten
  • Salz

Zubereitung:

Die Kirschpflaumen waschen und entkernen (geht am Besten mit einem Kirsch-Entsteiner). Die Zwiebeln schälen und in Würfel schneiden. Von Majoran und Oregano die Blätter abzupfen. Die Zwiebeln im Öl langsam und unter stetigem Umrühren goldbraun braten. Den Zucker zugeben und leicht karamellisieren lassen. Die Kirschpflaumen und die Kräuter dazugeben und bei geringer Hitze und unter gelegentlichem Umrühren ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Pflaumen weich sind. Mit einem Pürierstab pürieren. Erforderlichenfalls auf die gewünschte Konsistenz einkochen lassen. Mit Salz abschmecken und noch heiß in Flaschen füllen. Wenn das Ketchup länger halten soll, die geschlossenen Flaschen im Einkochautomaten sterilisieren.

(Rezept von Bettina Rimmel)

 

Gelee aus Gänseblümchen und Apfelsaft

vegan, glutenfrei, laktosefrei

Zutaten:

  • Gänseblümchenblüten
  • 1 Liter Apfelsaft
  • 4 EL Gelier-Fix

Zubereitung:

Gänseblümchenblüten mit Apfelsaft aufgießen. 2 Tage stehen lassen. Mit Gelier-Fix nach Packungsanleitung zu Gelee kochen.

(Rezept von Sonja Schönbrunner)

 

Holler-Kiachl / Salbei-Chips

vegan, glutenfrei, laktosefrei

Zutaten (für 2 Personen):

  • 150 g Kichererbsenmehl
  • eine Prise Salz
  • eine Prise Zucker
  • 250 ml lauwarmes Wasser
  • ca. 20 Hollunderblüten oder Salbeizweige
  • ca. 500 ml Sonnenblumenöl zum Ausbacken

Zubereitung:

Das Kichererbsenmehl mit Salz und Pfeffer mischen und mit lauwarmem Wasser zu einem dickflüssigen Teig anrühren. Ein paar Minuten quellen lassen. Das Öl erhitzen. Die Hollunderblüten bzw. Salbeiblätter in den Kichererbsenteig tauchen und im Öl frittieren, bis sie goldbraun sind. Zum Holler schmeckt Puderzucker und Himbeermarmelade, zum Salbei Honig.

(Rezept von Bettina Rimmel)

 

Wildgemüse-Tortilla

vegetarisch, glutenfrei, laktosefrei

Zutaten (für 4 Personen):

  • Olivenöl
  • 600 g Kartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • ca. 200 g Wildgemüse (Melde, Brennessel, Giersch….)
  • 8 Eier
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Kartoffeln in kleine Würfel schneiden und mit Wasser abspülen. Etwas Olivenöl in eine Pfanne geben und die Kartoffeln darin langsam unter Wenden goldbraun braten. Gegen Ende der Garzeit die gewürfelten Zwiebeln zugeben. In der Zwischenzeit das Wildgemüse putzen und mit den Eiern und den Gewürzen verrühren. Die gegarten Kartoffeln unter die Eimasse rühren und die Masse 10 Minuten ziehen lassen. Nochmal Öl in die Pfanne geben, die Eimasse hineingeißen und bei niedriger Hitze 5 Minuten anbraten. Mit Hilfe einer Tortenplatte odereines großen Tellers wenden und 5 Minuten von der anderen Seite anbraten.

(Rezept von Bettina Rimmel)

 

Kartoffelgratin mit Wildgemüse

vegetarisch, glutenfrei, laktosefrei

vegan, glutenfrei, laktosefrei

Zutaten (für 2 Personen):

  • 750 g Kartoffeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • ca. 300 g Wildgemüse (Melde, Brennessel, Giersch….)
  • Öl
  • 200 g Käse (z. B. Gouda)
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Backofen auf 220 Grad vorheizen. Kartoffeln schälen, in dünne Scheiben schneiden und diese mit Wasser abspülen. Knoblauchzehen schälen und in Scheiben schneiden. Wildgemüse putzen. Eine Auflaufform mit Deckel mot dem Öl auspinseln. Eine Lage Kartoffelscheiben in die Auflaufform schichten, salzen und pfeffern. Eine dicke Lage Wildgemüse darauflegen. Ein wenig vom Käse darübergeben. In dieser Reihenfolge weiterschichten, bis Kartoffeln und Wildgemüse aufgebraucht sind. Mit Käse bedecken. Deckel auf die Auflaufform legen und 1 Stunde garen.

(Rezept von Bettina Rimmel)

 




Wildgemüse-Risotto

vegetarisch, glutenfrei, laktosefrei

Zutaten (für 2 Personen):

  • 500 ml Gemüsebrühe
  • Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 200 g Risotto-Reis
  • 1 kräftiger Schuß Weißwein
  • ca. 200 g Wildgemüse (Melde, Brennessel, Giersch….)
  • 100 g Hartkäse
  • Pfeffer

Zubereitung:

Gemüsebrühe zum Kochen bringen. Zwiebel würfeln und in einem Topf mit dickem Boden im Olivenöl anbraten. Reis zugeben, kurz anrösten und mit Weißwein ablöschen. Mit Gemüsebrühe aufgießen. Deckel auflegen und Platte auf kleinste Stufe schalten. 20 Minuten quellen lassen, ohne den Deckel abzunehmen. In der Zwischenzeit das Wildgemüse putzen. Nach 20 Minuten das Wildgemüse unter den Reis rühren. Erforderlichenfalls noch etwas Flüssigkeit unterrühren, Deckel wieder auflegen und nochmal 5 Minuten ziehen lassen. Käse reiben und unterrühren. Mit Pfeffer abschmecken.

(Rezept von Bettina Rimmel)

 

Melde-Quinoa-Pfanne

Zutaten (für 2 Personen):

vegetarisch, glutenfrei

  • etwas Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • ca. 200 g Melde (vorzugsweise Erdbeermelde) / ersatzweise Brennesseln
  • 200 g Quinoa / ersatzweise Hirse
  • Knoblauch nach Geschmack
  • 200 g Feta
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Olivenöl in eine tiefe Pfanne mit dickem Boden und Deckel geben. Zwiebel würfeln und in die Pfanne geben. Von der Melde die Blätter abzupfen und darauf legen. Wenn schon Samen an den Pflanzen sind, diese abstreifen und ebenfalls zugeben. Knoblauch in grobe Stücke schneiden auf die Melde legen. Soviel Wasser zugeben, dass alles gut bedeckt ist. Deckel auf die Pfanne legen. Platte einschalten, bis der Inhalt gut erhitzt ist, dann die Platte ausschalten und ca. 20 Minuten ziehen lassen. Feta klein würfeln und unter den Pfanneninhalt mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

(Rezept von Bettina Rimmel)

 

Brennnesselblätter verarbeiten

(Tipps und Rezepte von Sonja Schönbrunner)

Das Brennen der Brennnesseln wird durch die kleinen Härchen auf den Blättern verursacht, die in Haut stechen und die ameisensäurehaltige Brennflüssigkeit in die Wunde spritzen. Knickt man die Härchen ab, können die Nesseln nicht brennen. Hierfür kann man beispielsweise die gewaschenen Brennnesseln auf ein Küchentuch legen und mit einem Nudelholz über die Brennnesseln rollen. Oder die Härchen einfach am Hosenbein abreiben. Dann kann man die Brennnesselblätter sogar roh essen.

Und hier ein paar Ideen für die Zubereitung:

Brennessel-Chips

Brennessel-Blätter abzupfen und drei Sekunden in der Pfanne in heißem Öl rösten.

Brennessel-Pfannkuchen

Brennessel-Blätter klein schneiden, in Pfannkuchenteig mischen und zu Pfannkuchen braten.

Wiesen-Butterbrot

Brennnessel-Blätter (Härchen abreiben), Giersch, Gänseblümchen, Minze auf Butterbrot legen

Brennessel-Samen

Brennnessel-Samen über Salat oder Müsli gestreut haben einen nussigen Geschmack. Man kann auch getrocknete Brennnessel-Samen verwenden.