Auf Feldern

Untersuchungen haben einen guten Platz für Obst gefunden, der heute fast vergessen scheint: Unsere Felder. Tatsächlich bleibt der Ertrag der angebauten Feldfrüchte je Hektar auf einem Streuobstacker gleich, obwohl der Baum dort Fläche belegt. Man hat den Obstertrag also einfach zusätzlich und Nistplatz für Nützlinge, die den Schädlingsdruck auf dem Feld massiv verringern.

Pflanzabstände hält man heutzutage groß, wegen der großen Arbeitsgeräte. Vielleicht ist das auch eher ein Platz für Hochstammobst wie Mostbirnen.

Einige unserer Vereinsmitglieder haben solche Mostbirnen und es sind beliebte Früchte, weil sie so wenig Arbeit machen. Man lässt sie einfach vom Baum fallen, die Früchte sind fest und halten das aus. Das Aroma ist gern kräftig und sie sind besonders süß, sie sind ja für die Verarbeitung geschaffen.

Unsere Felder sind ebenfalls gute Plätze für Beikräuter. Moderne Landwirtschaft sieht ordentlich aus, aber man hat sich eigentlich ein wenig von der reinen Monokultur verabschiedet. Heute hat man Blühstreifen und betreibt Ausgleichsflächen. Dabei zeigt sich, dass Blühstreifen an den Feldrändern Beikräuter der Saumstreifen gut aus dem Feld heraushalten, ohne dass man diese schon vor der Fruchtung oder gar Blüte abhauen müsste.

Untersaaten halten die Krume und schützen so Böden vor Erosion. Außerdem können viele gleich mit siliert werden. Sie unterdrücken dabei unerwünschte Unkräuter und man kann gewünschte Beikräuter gleich mit einsäen. Solche Feldführung ist hygienisch, liefert Nützlingen gute Bedingungen und vergrößert die Beträge bei gleichzeitiger Verringerung von Pflanzenschutzeinsatz.